Mitwirkende

Colonastics Joana Tischkau
TITIA Sharon Jamila Hutchinson
mädchenname Aslı Özdemir
"Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen" Diane Izabiliza
Superposition Selma Selman
Çukur Nejbir Erkol
This makes me want to predict the past Cana Bilir–Meier
Mercedes Matrix Selma Selman
Nuran Ayten

Nuran Ayten ist im Bildungsbereich tätig mit dem Schwerpunkt Rassismus und kritische Diversität aus einer intersektionalen Perspektive. Nuran forscht zu Rassismus. Schreibt. Diskutiert. Und am liebsten ist Nuran aktivistisch.
Unterwegs... für das Sichtbarmachen... und Mitverändern.

Rüzgâr Buşki

Rüzgâr Buşki ist Künstler*in, Regisseur*in und Produzent*in aus Istanbul und lebt in Berlin. Buşkis künstlerische Praxis variiert innerhalb von Druckkunst, Performance, Video und Film. Buşkis Arbeiten thematisieren Körper und Identität als soziale Konstrukte, das Selbst als futuristische Landschaft und die conditio humana als Gegenstand der Dekonstruktion. Buşkis Assemblagen von Selbst-Gemeinschaft-Gesellschaft modifizieren die Routinen des Alltags mit Ironie und Humor und bergen Möglichkeiten für einen plötzlichen Wandel. Buşki ist seit 2013 Mitgründer*in von Kanka Productions, einem transfeministischen Kreativnetzwerk. Buşki ist Meisterschüler*in in der Klasse von Prof. Dr. Hito Steyerl an der Universität der Künste Berlin. Im Jahr 2019 erhielt Buşki den Zeliş Deniz Queer Cinema Award. Buşki ist Preisträger*in des Karl-Hofer-Preises 2019 und derzeit Stipendiat*in des Close Up Initiative Documentary Development Program 2020-2021 mit Buşkis zweitem Spielfilm I've Got the Power.

Ayşe Güleç

Ayşe Güleç ist Pädagogin, Kuratorin und forschende Aktivistin und arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Kunstvermittlung, Antirassismus, Migration sowie gemeinschaftlich basierter Bildung und Entwicklung. Seit 2019 ist sie Teil des kuratorischen Teams der documenta fifteen. Von 1998 bis 2016 war sie im soziokulturellen Kulturzentrum Schlachthof für die Bereiche Migration und lokale, regionale und europäische kulturelle Vernetzung zuständig. 2007 hat sie den Beirat der documenta 12 entwickelt und wurde in der Folge auch Sprecherin der Gruppe. 2012 bildete sie als Mitglied der dOCUMENTA (13) Maybe Education Group Kunstvermittler*innen für die Ausstellung aus. Von 2016 bis 2017 war sie Leiterin des Bereichs Community Liaison der documenta 14, stellte Verbindungen zwischen Künstler*innen und gesellschaftspolitischen Kontexten her und koordinierte The Society of Friends of Halit als Teil von Parliament of Bodies für die Ausstellung und das öffentliche Programm. Von 2018 bis 2019 hat sie im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main den Bereich Kunstvermittlung geleitet. Sie ist Teil der Initiative 6. April.

Ece Gürleyik

Ece Gürleyik promoviert in Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University. Zurzeit forscht sie zum ontologischen Zusammenhang von historischen Repräsentationsnormen marginalisierter Menschen während der Gründung der Republik Türkei und der Fortführung dieser gewaltvollen Normen unter dem Erdogan- und AKP-Regime in der (medialen) Öffentlichkeit/Online-Sphäre.

Gürleyik interessiert sich zudem für die Frage, wie die imperiale Infrastruktur US-amerikanischer, global operierender Social-Media-Konzerne mit den Soft-Power-Strategien und nationalen Interessen von repressiven Regierungen korrespondiert. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Türkei, Kurdistan und allgemein im Nahen Osten.
Sie tanzt sehr gerne und geht gerne spazieren. Aktuell vermisst sie es sehr, in Menschenmengen zu tanzen.

Feven Keleta

Feven Keleta lebt, schreibt und arbeitet in Berlin. Während ihres Studiums der American Studies und Ethnologie begann sie sich verstärkt mit der Schnittstelle von Afrofuturismen und Black Cool in der Schwarzen Musik zu beschäftigen. In ihrer Arbeit als freie Journalistin sowie auf ihrem Blog afronaut.space widmet sie sichdiesen Inhalten und bespricht aktuelle popkulturelle Geschehnisse aus einer Schwarzen feministischen Perspektive.

Arootin Mirzakhani

Arootins Fokus ist die Verwendung von Kunst als ein Denksystem, um hegemoniale Zustände in Form von Zuhören, Beobachten, Sprechen und Manipulieren anzugehen. Arootin beschäftigt sich in seiner Praxis mit der Überschneidung von Wahrnehmung, Sprache, Intimität, Normen, Kultur und Ästhetik – dem Dazwischenliegenden, dem Unausgesprochenen, dem Eigenen, dem Nicht-Sichtbaren und Momenten, die ein Gefühl der Peinlichkeit, des Unbehagens und der Zugehörigkeit erfordern. In Vermittlungs- und Bildungsprozessen versucht Arootin Grammatiken von Hartnäckigkeit, Integrität und Verantwortung als Werkzeuge für Handeln und Widerstand zu erarbeiten und zu situieren. All das ist immer in Räumen des Zusammenkommens zu verstehen.

Elif Muhit

Elif Muhit ist eine unabhängige Fotojournalistin aus Istanbul, die derzeit in Mainz lebt. Muhit interessiert sich besonders für gesellschaftliche Ereignisse und ihre Folgen. Mittels ihrer Fotografien versucht sie gesellschaftliche Probleme künstlerisch zu reflektieren. Sie nimmt regelmäßig an Protesten und Demonstrationen in der Region um Frankfurt/Main teil und begleitet diese fotografisch. Das jüngste Projekt von Muhit und einem Kollegen ist ein Interview mit Niculescu Păun, dem Vater eines der Opfer des rechtsterroristischen Anschlag in Hanau: The Story of Villi Viorel Păun – The Hanau Hero.

Neromun

Der ursprünglich aus dem Rhein-Main-Gebiet – genauer aus Mainz – stammende Künstler Neromun bewegt sich seit rund 10 Jahren musikalisch durch verschiedene Namen, Orte und Genres. Während er als Loki von Luk&Fil und Negroman für seinen cleveren Battlerap bekannt war, der mehr Nadelstiche als Schläge setzt, experimentiert Neromun nun wie kaum ein anderer deutschsprachiger Musiker mit US-Südstaaten-Sound und zeitgenössischem RnB – immer mit einem Lächeln, das einem im Halse stecken bleibt, auf dem Kopf gehend, den Himmel als Abgrund unter sich wähnend.

Aleyna Osmanoğlu

Aleyna Osmanoğlu wurde 1998 in München geboren und studiert derzeit Biologie und Chemie an der Ludwigs-Maximilians Universität in München. Neben ihrem Studium interessiert sie sich für Musik, Sport und Fotografie. Im Jahr 2019 übernahm sie eine der beiden Hauptrollen in Cana Bilir Meiers Film This makes me want to predict the past.

JuJu Rogers

Als Sohn eines G.I. aus New Orleans und einer Deutsch-Österreicherin nahe der U.S. Army Base in Schweinfurt aufgewachsen, erschließt JuJu Rogers mittels seines musikalischen Ausdrucks seine Wurzeln und was sie für ihn in seiner postkolonialen Wirklichkeit bedeuten.

Sein Sound ist inspiriert und beeinflusst von verschiedensten Epochen Schwarzer Musikkultur. Davon getragen verarbeitet er persönliche Fragen nach Identität, Spiritualität und politischen Handlungsanweisungen. Sein aktuellstes Album 40 Acres N Sum Mula versteht er als radikale Stellungnahme gegen den imperialistischen und kapitalistischen Status Quo und als Ausformulierung seines persönlichen Konzepts von Afrofuturismus.

Gözde Saçıak

Gözde hat in Oxford Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften und in Frankfurt (Main) Friedens- und Konfliktforschung studiert. Gözde forscht und arbeitet hauptsächlich zu rassistischen Morden und Anschlägen im Deutschland der Gegenwart und dem Gedenken an diese. Dazu engagiert sich Gözde auch politisch, zum Beispiel durch die Mitorganisation von Gedenkveranstaltungen oder Übersetzungen. Darüber hinaus hat Gözde den feministischen Verein Lautere Mittel in Frankfurt mitbegründet, der Betroffene sexualisierter Gewalt unterstützt.

Sosuna Yıldız

Sosuna Yıldız, 1999 in München geboren, ist derzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München und studiert Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Kunst- und Theaterwissenschaften. Neben ihrem Studium beschäftigt sie sich außerdem mit Malerei. 2019 wirkte sie in Cana Bilir-Meiers Film This makes me want to predict the past mit und übernahm eine der beiden Hauptrollen.